Archiv für den Monat

Juli 2012

Klimawechsel – Geldpolitik nach Schema „bzirc“

Als Anleger gewöhnt man sich daran, mit bestimmten anerkannten Grenzen zu leben. So gilt zum Beispiel allgemein die Annahme, dass Zinsen nicht unter Null fallen können. Gelegentlich kam eine Laune der Geschichte vor und es gab negative Zinsen (in den 70er Jahren in der Schweiz), doch handelt es sich dabei eher um ein nur für Insider interessantes Kuriosum. Aktuell scheint jedoch eine massive Ve…

Beitrag lesen

Schwellenmarktanleihen sind „cool“ – aber hinter den Marketing-Mythen verbergen sich durchaus Überraschungen

Schwellenmarktanleihen haben Einiges mit Converse-Schuhen gemeinsam – ich habe manchmal den Eindruck, dass jeder, mit dem ich mich unterhalte, welche besitzt!

Die Leserschaft kennt zweifellos die oft und gerne zitierten Vorzüge der Schwellenländer (z. B. dass diese sich unter anderem aufgrund einer niedrigeren Verschuldung, eines hohen Wachstums und einer günstigen demografische Struktur besser…

Beitrag lesen

Die stille Abkopplung der Märkte für Hochzinsanleihen von den Aktienmärkten setzt sich fort

Historisch gesehen ging man stets von einer starken Korrelation zwischen Hochzinsanleihen und Aktien hinsichtlich ihrer Renditen aus. Bis zum Jahr 2008 stimmte das auch. Doch was wir nach der Lehman-Insolvenz beobachten konnten, ist eine strukturelle Verlagerung, die eine differenziertere Betrachtung der Beziehung zwischen festverzinslichen Papieren und Aktien erfordert. Dieses Thema haben wir …

Beitrag lesen

Für einen schwächeren Euro müssen die Renditen deutscher Staatsanleihen möglicherweise stark negativ werden. Das könnte leicht passieren …

Im Januar hatte ich dargelegt, dass negative Renditen deutscher Staatsanleihen eine rationale Reaktion auf die zunehmende Wahrscheinlichkeit wären, dass der Euro auseinander bricht und Deutschland die Deutsche Mark wieder einführt (siehe hier). Der Grund dafür war, dass deutsche Staatsanleihen interessante Optionen haben. Nehmen wir an, in der Eurozone müssten die nationalen Währungen wiederein…

Beitrag lesen

Unternehmensanleihen der Peripheriestaaten und die Gefahr einer Massenherabstufung

Um beim Thema Bon Jovi zu bleiben: „Ugly“ war ein Titel auf Jon Bon Jovis zweitem Soloalbum aus dem Jahr 1998. Das Lied ist nicht besonders bekannt und übrigens auch nicht besonders gut, aber es beschreibt treffend die Kursbewegungen spanischer und italienischer Unternehmensanleihen in der letzten Zeit.

Den Renditen spanischer und italienischer Staatsanleihen ist sehr viel Aufmerksamkeit gesche…

Beitrag lesen

Zwei Grafiken für alle, die noch an die „Abkopplung“ glauben

Das zweite Quartal verlief nicht nur für die Wirtschaften der Eurozone, sondern für die gesamte Weltwirtschaft recht trostlos. Der im März eingesetzte Rückgang der Citigroup Economic Surprise Indizes gewann im Juni an Fahrt und die Einkaufsmanager-Indizes (PMI) gaben im zweiten Quartal in fast allen Regionen nach, wie sich an der PMI-Heatmap erkennen lässt.

Die gute Nachricht: Die zuständigen B…

Beitrag lesen

Bail-ins: Wie man’s macht, macht man’s verkehrt

Wir haben bereits mehrfach die bisher untrennbare Beziehung zwischen Staaten und Banken thematisiert sowie auch über die Vorteile der Abschreibung von Anleihen zwecks Kapitalschöpfung geschrieben (siehe The New Era for Bank Bonds: Send In The Clowns? und Equitisation of bank capital bonds). 2007 wurde den globalen Märkten plötzlich bewusst, dass der US-amerikanische Subprime-Markt explodierte. …

Beitrag lesen