Asiatische Konjunkturabkühlung und Blase bei EM-Staatsanleihen

Letzten Monat hatte ich die langfristigen Schwierigkeiten, denen sich die asiatische Region gegenübersieht, angesprochen und versucht, die Renditetreiber aufzuschlüsseln. In den letzten Wochen wurde eine Abkühlung in Asien zunehmend deutlich. Gleichzeitig scheinen immer mehr Anleger in das Thema EMD einzusteigen, da die Bewertungen in mehreren Ländern ein extrem hohes Niveau erreicht haben. So erzielte Mitte letzter Woche eine 2,25 Mrd. US-Dollar schwere Emission von Peru-Anleihen (7,35 %; 2025) gegenüber US-Schatzanleihen einen Renditespread von 109 Basispunkten. Die Liquidität der Anleihe ist allerdings nicht berauschend. Die Spanne zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis wird mit 1 % ausgewiesen, sodass der Renditespread bei einem Zeithorizont von einem Jahr wohl eine Illiquiditätsprämie darstellt. Das Kreditrisiko ist kaum eingepreist. Die Spreads erreichen das Niveau der Superliquidität in der Zeit vor 2008. Die Blase lässt grüßen!

Nachstehend einige Diagramme.

Die australische Wirtschaft hat offenbar zu kämpfen und der australische Dollar wird durch spekulative Mittelzuflüsse nach oben getrieben.


Etliche vom Export nach China abhängige Länder erleben ein flaches oder negatives Exportwachstum gegenüber dem Vorjahr.


Das chinesische Wachstum ist bislang – wie bereits im letzten Monat besprochen – in hohem Maß das Ergebnis eines extremen Investitionswachstums gewesen. Diese Investitionen wiederum wurden durch den Bausektor angetrieben, der viel Stahl verbaut. Von daher ist die Tatsache interessant, dass die Stahlpreise in China im letzten Jahr um 25 % gesunken sind.

Und schließlich noch die blasenverdächtigen Spreadniveaus bei Schwellenmarktanleihen.

Der Wert von Anlagen kann schwanken, wodurch die Fondspreise steigen oder fallen können und Sie Ihren ursprünglich investierten Betrag möglicherweise nicht zurückerhalten.

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