Eine neue Angebotsquelle am Markt für forderungsbesicherte Anleihen

In diesem Jahr ist der Markt für forderungsbesicherte Anleihen vor allem durch ein bisher lediglich geringes Emissionsvolumen am Primärmarkt geprägt worden. In Verbindung mit der gestiegenen Zuversicht in diese Anlageklasse sowie einem größeren Kaufinteresse an risikobehafteten bzw. höher rentierlichen Wertpapieren hatte dies zur Folge, dass sich die Zinsdifferenzen, die sogenannten Spreads, verringert haben.

Slide1

Es gab zwar einige Neuemissionen, doch nach mittlerweile 10 Monaten ist das Neuemissionsvolumen nur etwa halb so hoch wie 2012 und entspricht sogar nur einem Drittel des Emissionsvolumens aus 2011.

Slide2

Trotz der lediglich mäßigen Neuemissionsaktivitäten ist die Zahl der Wertpapiere, die am Markt erhältlich sind, zuletzt angestiegen. Es ist noch gar nicht so lange her, da hätten die Banken eine besicherte Transaktion strukturiert und einen Teil am Markt platziert. Gleichzeitig hätten sie einige dieser Papiere bei ihrer jeweiligen Zentralbank als Sicherheit für billiges Geld hinterlegt.

Da die Spreads inzwischen jedoch geschrumpft sind und der Markt einen wieder robusteren Eindruck macht, nutzen einige dieser Emittenten die Gelegenheit, um von den Notfall-Finanzspritzen der Notenbanken loszukommen. Deshalb bieten sie die zuvor zurückgehaltenen Wertpapiere nun am freien Markt zum Handel an.

Zudem erwägt die Ratingagentur Standard and Poor’s, ihre Rating-Methodik für strukturierte Wertpapiere aus den Peripheriestaaten zu modifizieren. So überlegt S&P derzeit, sein allgemeines, sechsstufiges Rating-System zu straffen. Staaten mit einer Bonität von AA oder höher werden davon nicht betroffen sein. Anleihen aus Ländern mit einem Rating von unter AA könnten jedoch herabgestuft werden, weil die Bonitätseinstufung dieser Papiere dann nicht mehr so deutlich von dem Rating der entsprechenden Staatsanleihen abweichen darf wie derzeit noch.

In der Folge werden jene Titel, die herabgestuft werden, wegen der Schuldenschnitte der Zentralbanken bei vergleichsweise riskanten Wertpapieren (mit niedrigerem Bonitätsrating) als Absicherungsinstrumente für Banken an Attraktivität verlieren. Unserer Meinung nach werden Emittenten aus den südeuropäischen Staaten von dieser Veränderung am meisten in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb kann man davon ausgehen, dass nun noch weitere dieser bisher zurückgehaltenen Papiere an den Markt kommen werden, solange die EZB ihre Vorgaben für die Hinterlegung von Sicherheiten nicht lockert (was sie durchaus kann und in der Vergangenheit auch bereits getan hat).

Obwohl bisher also noch nicht allzu viele Neuemissionen zu verzeichnen waren, könnte die Zahl der Anlagechancen, die sich am Sekundärmarkt bieten, aus diesem Grund aber ansteigen.

 

Der Wert von Anlagen kann schwanken, wodurch die Fondspreise steigen oder fallen können und Sie Ihren ursprünglich investierten Betrag möglicherweise nicht zurückerhalten.

Verschlagwortet:

Beitrag diskutieren

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert (*)
M&G wird Ihre Daten zu Verwaltungszwecken verwenden. Wir können Ihre Informationen an unsere Serviceprovider und zuständige Behörden weitergeben. Ihre Daten können außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) aufbewahrt werden. Die Sicherheit dieser Informationen bleibt jederzeit gewährleistet.