Tomlins’ Leitfaden, um das Beste aus High Yield in 2014 herauszuholen

Im Jahr 2013 legte der Markt für Hochzinsanleihen erneut sehr ordentliche Ergebnisse vor. So kletterte der US-Markt 7,4 Prozent nach oben, während europäische Papiere sogar 10,3 Prozent hinzugewannen. Ganz allgemein verzeichneten Anleihen solide laufende Erträge, niedrige Ausfallquoten sowie einen moderaten Kapitalzuwachs, weil die Zinsdifferenzen stark genug schrumpften, um die zuletzt schwache Tendenz an den Staatsanleihenmärkten wieder auszugleichen. Damit haben Hochzinsanleihen erneut gezeigt, dass sie zu den wenigen festverzinslichen Anlageklassen zählen, die trotz steigender Zinsen erfreuliche Erträge erzielen können.

Die Aussichten des Marktes für das Jahr 2014 werden jedoch durch den Würgegriff der Mathematik belastet. So erwarten wir im Hinblick auf die Gesamterträge zwar nach wie vor ein positives Jahr, gehen dabei aber lediglich von Erträgen im mittleren einstelligen Bereich aus.

Aber wie kann man die Erträge von Hochzinsanleihen dann in diesem Jahr möglichst noch steigern, während man die Volatilität gleichzeitig reduziert? Nachfolgend finden Sie fünf Strategien, die in diesem Zusammenhang hilfreich sein könnten:

  1. „Schnappen Sie sich den Kupon und sichern Sie Ihr Kapital“: Aufgrund der gesunkenen Ertragserwartungen gehen wir davon aus, dass die Kupons (bzw. die laufenden Einnahmen) in diesem Jahr den Löwenanteil der Gesamterträge repräsentieren werden. Da die Anleihenkurse zurzeit im Durchschnitt aber über dem Nennwert liegen, dürfte der Schutz vor Rückschlagrisiken ebenso entscheidend sein wie die Senkung der Volatilität der Kapitalerträge.
  2. „Senken Sie die Duration“: Eine Möglichkeit, die Schwankungen der Kapitalerträge zu verringern und Portfolios vor Rückschlagrisiken zu schützen, besteht darin, die Volatilität an den Staatsanleihenmärkten zu reduzieren, indem man beispielsweise seine Ausrichtung auf die Zinsduration vermindert.
  3. „Finanzwerte sind Ihre Freunde“: Seit kurzem beurteilen wir das Ertragssteigerungspotenzial von Finanz-Hochzinsanleihen vor allem in Europa wieder wesentlich zuversichtlicher. Zwar gilt es immer noch viele fundamentale Probleme zu lösen, doch die relativen Bewertungen sowie die Überschussrenditen, die derzeit geboten werden, sind unserer Meinung nach attraktiv, zumal in diesem Sektor derzeit Verbindlichkeiten ebenso abgebaut werden wie Risikopositionen.
  4. „Lernen Sie Liquidität lieben“: Sofern wir Möglichkeiten identifizieren, unser Kapital zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr wieder zu investieren, müssen wir dann auch über die entsprechende Liquidität verfügen, um diese Chancen nutzen zu können. Solche Gelegenheiten können beispielsweise durch Wertschwankungen oder eine Verkaufswelle eröffnet werden, aber auch durch eine Flut neuer Emissionen, die gleichzeitig an den Markt gebracht werden.
  5. „Denken Sie daran: Hin und Her macht Taschen leer“: Die Begrenzung unnötiger Transaktionskosten auf ein Minimum kann vor allem bei lediglich moderaten erwarteten Erträgen bedeutende Auswirkungen haben. So ist es ein großer Unterschied, ob man mit einer Transaktion einen Zusatzertrag von 10 bis 15 Prozent oder von 1 bis 2 Prozent erzielen möchte, wenn die Transaktionskosten irgendwo zwischen 50 und 100 Basispunkten liegen.

Der Wert von Anlagen kann schwanken, wodurch die Fondspreise steigen oder fallen können und Sie Ihren ursprünglich investierten Betrag möglicherweise nicht zurückerhalten.

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