Präsident Trump! Fünf Vorhersagen zur Entwicklung der weltweiten Wirtschaft und Märkte

Die Stimmen sind abgegeben. Das Ergebnis ist deutlich. Zum zweiten Mal in 2016 haben wir eine grundlegende Ablehnung des politischen Status quo gesehen. Nach dem Brexit-Schock des britischen Referendums ist Trumps Sieg ein weiterer Beweis dafür, was viele Menschen denken: Wir haben den Gipfel der Globalisierung und das Ende der Einkommensungleichheit erreicht. Die Verlierer der Globalisierung haben das bestehende politische System auf den Kopf gestellt und wir sollten uns auf Veränderungen einstellen.

Hier also fünf Vorhersagen:

  1. Die USA wird eine akkomodierende Fiskalpolitik übernehmen. Der zukünftige Präsident Trump wird zwar vom Repräsentantenhaus in seiner politischen Bewegungsfreiheit eingeschränkt, doch ist die Erwartung auf Steuersenkungen sowie auf höhere Infrastruktur- und Militärausgaben sehr stark. Angesichts einer Volkswirtschaft nahe Vollbeschäftigung ist dies auf mittlere Sicht inflationär, und die Renditekurve wird steiler werden. Für Vermögenswerte mit einem höheren Beta inkl. den Papieren am US-Hochzinsmarkt ist das positiv.
  1. Inflationäre Assets werden deflationäre Assets hinter sich lassen. In einer Welt, in der Politiker dem Populismus verfallen sind, werden Papier-Assets gegenüber Rohstoffen, Immobilien und ähnlichen Werten nur Underperformance verzeichnen.
  1. Europa sieht sich in den nächsten zwölf Monaten erheblichen politischen Herausforderungen gegenüber. Wenn wir in diesem Jahr überhaupt irgendetwas gelernt haben, dann dass das wir das Unerwartete erwarten müssen. Könnten in Frankreich und Deutschland politische Veränderungen einer neuen Dimension auf uns zukommen? Wird sich Italien in dem Referendum am 4.Dezember gegen eine Senatsreform aussprechen? Diese Ereignisse könnten sehr reale Fragen zu der zukünftigen Richtung der Eurozone aufwerfen, was im Augenblick mit Sicherheit nicht in die Märkte der europäischen Peripherie eingepreist ist.
  1. Ein Präsident Trump führt zu weniger Handelsaktivitäten in Europa. Die sehr zerbrechliche Erholung in Europa könnte in der Folge auf dem Spiel stehen. Es ist aber zu früh, von EZB-Tapering zu reden. Später in diesem Jahr können wir bei den quantitativen Lockerungen einige Änderungen erwarten.
  1. Trump verzichtet vielleicht auf seine Mauer. Aber selbst wenn er das tut, kann er nicht die Roboter aufhalten. Ihre Zahl wird sich bis zum Jahr 2020 wahrscheinlich verdoppeln (auf mehr als 2,5 Mio.). Gemeinsam mit dem Sparüberhang in Asien sind Roboter der begrenzende Faktor für die Inflation und Anleihenrenditen. Letztere werden zwar nach oben tendieren, sie werden aber nicht auf das Niveau von vor der Krise zurückkehren.

Der Wert von Anlagen kann schwanken, wodurch die Fondspreise steigen oder fallen können und Sie Ihren ursprünglich investierten Betrag möglicherweise nicht zurückerhalten.

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