Japan: Nachlassendes Wachstum und Inflation und eine unbeliebte Regierung.

Letzte Woche war ich in Japan, um mich mit verschiedenen Ökonomen, JGB-Experten und Kunden zu treffen. Außerdem habe ich, angezogen als Astronaut, hervorragend Karaoke gesungen.

Nach meinem letzten Besuch in Japan hatte ich anschließend den Eindruck, dass die Chancen gut stehen, dass die Bank of Japan ihre Nullzinspolitik aufgeben würde, da diese die Gewinne der Banken schädigt und ein negatives Signal an die japanischen Haushalte und Unternehmen sendet. Zu jener Zeit war darüber hinaus ein Aufwärtstrend bei der Kerninflation sowie ein positives Wachstum zu beobachten. Es scheint allerdings nicht so, als wäre das der aktuelle Standpunkt der BOJ. Zwar herrscht keine wirtschaftliche Not, aber sowohl Wachstum als auch Inflation sind schwächer geworden und Abes sinkende Beliebtheit stärkt die Aussicht auf eine neue LDP-Führung gegen Ende des Jahres, die eine weniger expansive Finanzpolitik verfolgen dürfte. Darüber hinaus fürchten wir eine Anhebung der Konsumsteuer – wir wissen von Steuererhöhungen aus der Vergangenheit, dass das zu steigenden Ausgaben im Jetzt und im Nachhinein zu einem Einbruch führt. Aber es gibt auch immer noch eine Reihe guter Nachrichten: Die Arbeitslosenquote ist noch niedriger als in den USA und die Erwerbsquote der Frauen steigt weiter an. In diesem 4 Minuten langen Video aus dem Tachikawa Velodrome (kein guter Anlass, ich entschuldige mich dafür) hören Sie meine Einschätzungen aus Japan und können sich a) einige gute Grafiken und b) Keirin-Rennfahrer anschauen.

Zu guter Letzt, ein paar anekdotische Fakten: Wussten Sie, dass seit dem Tsunami aus dem Jahr 2011 43 der 54 Atomkraftwerke in Japan immer noch stillgelegt sind? Vor dem Erdbeben machten sie 30% der Energieversorgung in Japan aus. Um Strom zu sparen, führte die Regierung eine Maßnahme mit der Bezeichnung „Cool Biz“ ein. Ab Anfang Juni und während der gesamten Sommermonate ist es allen Regierungs- und Staatsbediensteten verboten, Jacken und Krawatten zur Arbeit zu tragen (Privatunternehmen werden dazu angehalten, diesem Vorbild zu folgen). In Regierungsgebäuden dürfen Klimaanlagen erst dann in Betrieb genommen werden, wenn die Temperatur über 28 Grad Celsius steigt. Autsch. Sobald unsere marode Klimaanlage hier Temperaturen von 24 Grad sieht, blättern wir alle verzweifelt durch die Arbeitsschutzvorschriften, in der Hoffnung, nach Hause geschickt zu werden…

 

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