Warum sind Anleihen abverkauft worden – und warum haben sie zunächst sogar noch zugelegt?

Ben Bernanke hat sich viel Zeit genommen, um auf seinem Blog zu erläutern, weshalb die Zinsen seiner Meinung nach so niedrig sind (ein Thema, mit dem sich Martin Wolf in seiner Kolumne bereits zu Beginn dieser Woche beschäftigt hat). Extrem kurz und knapp zusammengefasst lassen sich die niedrigen Nominalzinsen und Renditen demnach durch die moderate Inflation erklären. Weshalb die realen Zinsen…

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Erklärungen für den Einbruch der weltweiten Inflationsraten: China, bitte vortreten!

Seit Jahren sorgen wir uns um einen möglicherweise heftigen Konjunkturabschwung in China sowie dessen potenzielle Auswirkungen auf jene Länder und Unternehmen, die im Laufe des letzten Jahrzehnts von einer starken chinesischen Wirtschaft immer abhängiger geworden sind. Dazu zählen beispielsweise Rohstoffexporteure, einige Schwellenländermärkte sowie insbesondere rohstoffexportierende Schwellenl…

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Entweder sind inflationsgebundene Gilts mit längeren Laufzeiten sehr anfällig – oder die britische Wirtschaft ist es

Hätte man Anfang 2014 eine Liste erstellt, welche Anlageklassen sich im kommenden Jahr weltweit wohl am besten entwickeln würden, hätten inflationsgebundene britische Staatsanleihen auf dieser Liste vermutlich nicht ganz oben gestanden. Und noch unwahrscheinlicher wäre gewesen, dass man in Hartwährungen denominierte argentinische Staatsanleihen auf den zweiten Platz gesetzt hätte, zumal 2014 ja…

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Wächst die chinesische Wirtschaft tatsächlich um 7,5 Prozent? Nicht gemäß dem „Li Keqiang-Index“ der Citigroup

Über die umstrittene Enthüllungsplattform WikiLeaks und ihren unter Druck stehenden Gründer Julian Assange kann man ja sagen, was man will, aber neben den schwerwiegenden militärischen Geheimnissen, die sie mit Hilfe von Informanten aufgedeckt hat (und für die sie mittlerweile berüchtigt ist), hat diese Organisation auch eine Reihe wirklich großartiger Indiskretionen ans Licht gebracht.

Ein sol…

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Der große Mythos der britischen Sparpolitik

Zur Rechten sehen Sie den britischen Finanzminister George Osborne, den strengen Verfechter der Sparsamkeit. Zur Linken haben wir den Oppositionsführer Ed Miliband, den Vorkämpfer für die fiskalische Freiheit. Doch anscheinend sind Miliband und Konsorten inzwischen derart eingeschüchtert, weil die Wähler Cameron und Osborne eher zutrauen, die mittlerweile wieder boomende Wirtschaft Großbritanni…

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Britischer Immobilienmarkt: Eindämmung ausländischer Kapitalzuflüsse könnte für britisches Pfund Selbstmord sein

Jetzt also wissen wir, was die Bank of England hinsichtlich des britischen Häusermarktes, den Notenbankchef Carney zuletzt als das größte Risiko für die Stabilität des Finanzsystems und damit für das Wirtschaftswachstum bezeichnet hat (der IWF und die Europäische Kommission äußerten kürzlich ähnliche Warnungen), künftig zu tun gedenkt. Allerdings ist das zum jetzigen Zeitpunkt nicht allzu viel….

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Das Verhältnis von Investitionen zum BIP steigt in China auf insgesamt nicht mehr tragbare 54,4 Prozent. Es besteht Grund zur Sorge.

Mit diesem Auszug beginnt der äußerst lesenswerte und richtungsweisende Aufsatz „Der Mythos des asiatischen Wunders“, der 1994 erschien. Darin wird auf die frühen 1960er Jahre Bezug genommen, und der dynamische Präsident war John F. Kennedy (in Anspielung an Bill Clinton seinerzeit). Bei den rasant wachsenden östlichen Volkswirtschaften handelte es sich um die Sowjetunion sowie ihre Satelliten…

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Werden die Schwellenländer durch die Fed in den Abgrund gestoßen?

Um die Schwellenländer machen wir uns bereits seit zwei Jahren große Sorgen. Die Gründe dafür waren zunächst die steigenden Mittelzuflüsse, die besseren Aussichten des US-Dollar sowie das im historischen Vergleich hohe Bewertungsniveau (siehe auch Die neue große Short-Position – so sicher sind Schwellenländeranleihen gar nicht aus dem September 2011). Zuletzt wurden unsere Besorgnisse dann aber…

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Warum der US-Dollar gegenüber, nun ja, praktisch allen anderen Währungen inzwischen einen preiswerten Eindruck macht

Bereits im Januar dieses Jahres hatte ich darüber berichtet, warum wir den US-Dollar so mögen und uns um die Schwellenländerwährungen Sorgen machen. Ein Update zu den Schwellenländermärkten gab es dann im Juni (siehe auch Fonds für Schwellenländeranleihen erlitten Rekordabflüsse auf Tagesbasis – ist es schon das große Beben oder lediglich ein erster Vorgeschmack?). Und demnächst werde ich noch …

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Fonds für Schwellenländeranleihen erlitten Rekordabflüsse auf Tagesbasis – ist es schon das groβe Beben oder lediglich ein erster Vorgeschmack?

Am vergangenen Freitag verzeichneten Fonds für Schwellenländeranleihen auf Tagesbasis Mittelabflüsse in Höhe von 1,27 Mrd. US-Dollar. Dies entsprach den Rekord-Summen, die während der düsteren Tage des September 2011 zu beobachten waren. Seinerzeit balancierten insbesondere die europäischen Peripheriestaaten sowie die Europäische Zentralbank (EZB) regelmäßig extrem nahe am Abgrund. Am Montag di…

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