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Makroökonomie und Politik

El Niño kommt. Was bedeutet das für BIP, Rohstoffpreise und Inflation?

Während Wirtschaftsforscher sich in ihren aktuellen Prognosen mit dem Ölpreisrückgang und seinen Auswirkungen auf das globale Wachstum beschäftigen, sorgen sich Wetterexperten über die Folgen des Wetterphänomens El Niño für das globale Klima. Im August stellte die amerikanische Wetterbehörde NOAA fest, dass das derzeitige El-Niño-Ereignis mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit bis Ende dieses Ja…

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Griechenland ist nicht Argentinien: Das Wachstum wird nicht von den Exporten kommen, sollte Griechenland den Euro verlassen

Ich habe gehört, mehr oder weniger ernsthaft, dass das größte Risiko für die Eurozone bei einem griechischen Austritt nicht etwa eine kollabierende griechische Wirtschaft sei, sondern eine, die gedeiht und blüht. In diesem Szenario steht Griechenland vor einem Neubeginn, ist schuldenfrei und in der Lage, Sparmaßnahmen durch eine finanzpolitische Lockerung zu ersetzen. Eine „neue Drachme” …

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Griechenland, die Währungs-Vigilanten und die „Expulso“-Lösung

Wir haben die Herausforderungen der Gemeinschaftswährung zwar bereits vor einer Weile erläutert, doch angesichts der schwierigen Entscheidungen, vor denen Griechenland momentan steht, werden die wirtschaftlichen Besorgnisse erneut durch die Frage bestimmt, ob die gemeinsame Währung für alle Mitgliedstaaten auch gleichermaßen geeignet ist.

Die Finanzkrise hat uns einiges gelehrt: Fiskalpolitik f…

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US-Staatsanleihen mit langen Laufzeiten sind um 250 BP überbewertet. Eine Diskussion.

Anfang 2014 ging man am Markt für US-Staatsanleihen auf Sicht von 10 Jahren noch von einer Rendite 10-jähriger Papiere von 4,13 Prozent aus. Diese aus dem Verlauf der Zinskurve abgeleitete 10-jährige Renditeprognose für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren ist ein aussagekräftiger Indikator für das Niveau, auf dem der Anleihenmarkt die Renditen sieht, sofern man „über den aktuellen Zyklus …

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„Die Berechnung der Zukunft“: Warum lokale Wettervorhersagen so oft falsch liegen und was dies für die zentralen Fragen am Markt bedeutet

Endlich bin ich dazu gekommen, „Die Berechnung der Zukunft“ von Nate Silver zu lesen. Darin liefert der Mann, der bei der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 für jeden einzelnen Bundesstaat das korrekte Wahlergebnis vorhergesagt hat, eine wirklich hervorragende Analyse, weshalb Prognosen oftmals so mangelhaft sind. Kurz gesagt sind Vorhersagen häufig deshalb schlecht, weil sie schlicht zu präz…

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Die Macht der Duration: ein aktuelles Beispiel

In meinem Ausblick „Die Macht der Duration“ aus dem vergangenen Jahr habe ich die Erfahrungen, die wir 1994 am US-Anleihenmarkt gemacht haben, genutzt, um zu erläutern, welche Auswirkungen die Duration in Zeiten stark steigender Renditen haben kann. Noch einmal kurz zu Ihrer Erinnerung: Im Jahr 1994 veranlasste eine wieder anziehende Konjunktur die US-Notenbank dazu, die Zinsen mehrfach anzuheb…

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Eine Runde „Russisches Roulette“

Die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine bestimmen bereits seit Februar die Asset-Preise. Wie uns die nachfolgenden Research-Ergebnisse von BofA Merrill Lynch zeigen, halten die Anleger eine wirklich schwerwiegende Eskalation dieses Konflikts in Form eines direkten Einmarsches Russlands in Teile der Ostukraine grundsätzlich jedoch für unwahrscheinlich. Unter dem Gesichtsp…

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Europäische Peripheriemärkte vs. europäische Kernstaaten – das „große Schrumpfen“ der Risikoprämien

Werden die Anleger, die anstelle von Anleihen aus den europäischen Kernstaaten in Papiere aus den Peripherieländern investieren, dafür eigentlich immer noch adäquat entschädigt oder hat die anhaltende Annäherung dieser beiden Anlageklassen die Bewertungsdifferenzen bereits vollständig aufgezehrt? In seinem jüngsten Blogbeitrag hat James Tomlins fünf Anzeichen herausgearbeitet, die dafür spreche…

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Japan erhöht im April die Umsatzsteuer – Anstieg oder Einbruch der Einzelhandelsumsätze?

Im nächsten Monat wird Japan seine Umsatzsteuer von 5% auf 8% erhöhen, um die Schuldenlast des Landes, die mehr als 200% des BIP beträgt, zu senken und bis 2020 einen Haushaltsüberschuss zu erwirtschaften. Unter Umständen ist dies aber nur die erste von zwei Umsatzsteuererhöhungen, eine weitere Anhebung auf 10% ist bereits für Oktober 2015 geplant. Premierminister Abe macht die zweite Erhöhung …

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Das Verhältnis von Investitionen zum BIP steigt in China auf insgesamt nicht mehr tragbare 54,4 Prozent. Es besteht Grund zur Sorge.

Mit diesem Auszug beginnt der äußerst lesenswerte und richtungsweisende Aufsatz „Der Mythos des asiatischen Wunders“, der 1994 erschien. Darin wird auf die frühen 1960er Jahre Bezug genommen, und der dynamische Präsident war John F. Kennedy (in Anspielung an Bill Clinton seinerzeit). Bei den rasant wachsenden östlichen Volkswirtschaften handelte es sich um die Sowjetunion sowie ihre Satelliten…

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