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Achtung „Widow-Maker“!

In meinen 25 Jahren an den Anleihemärkten gab es schon immer ein Börsengeschäft, das als „Widow-Maker” bekannt wurde. Eines davon war die Untergewichtung in langlaufenden Staatsanleihen zu einer Zeit, als neue Pensionsregelungen die Renditen in die Höhe trieben, und auch die Short-Position im japanischen Anleihenmarkt wurde zum Verhängnis, als die Bank of Japan die Zinsen auf Null senkte. Heute…

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Was wäre, wenn die EZB wieder mit dem Ankauf von Unternehmensanleihen beginnt?

In seiner ausgesprochen gemäßigten Sintra-Rede vor zwei Wochen ließ Mario Draghi die Tür für eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone weit offen. Es scheinen alle Optionen auf dem Tisch zu liegen, um die europäische Inflation zu stützen, einschließlich einer neuen Runde der quantitativen Lockerung. Draghis Bemerkung über das Programm zum Ankauf von Wertpapieren der EZB, das nach w…

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Würde die Demutualisierung der deutschen Sparkassen das Konsumwachstum ankurbeln und der Eurozone einen Schub verleihen?

Im Zuge von Draghis Sintra-Rede, in der seine „Whatever it takes”-Erklärung aus dem Jahr 2012 nachhallte, erreichte die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen diese Woche mit -0,33% ein neues Rekordtief. Warum so zurückhaltend? Die Produktionsdaten aus der Eurozone waren in letzter Zeit allgemein schlecht, und die Inflationserwartungen kollabieren. Die Kerninflationsrate liegt aktuell bei nur n…

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Die Marktliquidität verändert sich: Welche Rolle spielt der Bestand der Banken an Unternehmensanleihen?

Betrachtet man die Risikoprämie, die in der Mehrrendite eingebettet ist, die man bei einer Anlage in Unternehmensanleihen gegenüber „risikofreien” Staatsanleihen erhält, so ist einer der Faktoren, die wir berücksichtigen müssen, die geringere Liquidität von Unternehmensanleihen. Dies erhöht aus Liquiditäts- und Transaktionskostensicht die potenzielle Risikoprämie. Ein ständiges Thema seit der F…

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Könnten „Grüne Bundesanleihen“ ein Mittel gegen die wirtschaftliche Unruhe in Europa sein?

Im Vergleich zu vor anderthalb Jahren, als sich die vorherrschende Thematik noch um das global synchronisierte Wachstum drehte, haben sich die wirtschaftlichen Aussichten für Europa deutlich eingetrübt. Von den Höhepunkten des Optimismus Ende 2017 hat sich das reale BIP-Wachstum im Euroraum auf 1,2% verlangsamt, während der EMI des verarbeitenden Gewerbes im Euroraum um mehr als zehn Punkte ges…

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Unterschiedliche Entwicklungen der Inflationserwartungen in den USA und Europa

Die Inflationserwartungen in den USA und Europa laufen in letzter Zeit in unterschiedliche Richtungen, und das ist natürlich keine echte Überraschung. Schließlich lag das jährliche BIP-Wachstum in den USA im vierten Quartal 2018 bei einer gesunden Rate von real 2,6%. Die Arbeitslosenquote ist unter 4% gesunken, was den Druck auf die Löhne erhöht, während sich die Konjunkturindikatoren wie EMIs …

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Europäische Unternehmensanleihen: Große Unterschiede zwischen dem physischen Markt und Derivaten

Es besteht die allgemeine Auffassung an den Märkten, dass der Konjunkturzyklus den USA folgt – und daher ohne vorherige US-Rezession keine Rezession in einem Industriestaat eintreten kann. Ja, die US-Wirtschaft ist die größte der Welt, und angesichts der allgemeinen Marktstimmung, dass wir uns in einer Spätphase des Zyklus befinden, ist es verständlich, dass sich alle auf die US-Daten und ihre …

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Königliche Kommission zur Untersuchung des Fehlverhaltens in der Finanzbranche: Ein trügerischer Deckmantel für Anleger in australischen Bankanleihen?

Die Schlussfolgerung der Königlichen Kommission von letzter Woche über das Fehlverhalten im australischen Finanzdienstleistungssektor hat zu Recht internationale Schlagzeilen gemacht. Nachdem sie den 1011-seitigen Bericht verdaut hatten, atmeten die Anleger erleichtert auf und trieben australische Banktitel deutlich in die Höhe. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Kommission sind in der Publiku…

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Bond Vigilantes Weekly: 2016 noch mal von vorne?

Die globalen Rentenmärkte erholten sich, nachdem die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch signalisierte, was die Finanzmärkte seit Monaten eingepreist hatten: Die Zentralbank wird sich angesichts der globalen Konjunkturabschwächung, der niedrigeren Ölpreise und der allgemein gedämpften Inlandsinflation in diesem Jahr höchstwahrscheinlich von ihren Zinserhöhungsplänen zurückziehen. Die Fed wies auch d…

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Hochzinsanleihen im Jahr 2019: Variabel oder festverzinslich?

Wie wir alle wissen, war 2018 für die meisten Anlageklassen ein hartes Jahr, nicht zuletzt für Hochzinsanleihen. Im Vergleich zur jüngsten Ruhephase mit harmlosen Schwankungen unter dem Mantel der Freigiebigkeit der Zentralbanken war der Ausverkauf im vierten Quartal besonders schnell und brutal. Rein in Lokalwährung gerechnet verloren globale Hochzinsanleihen 2018 einige Prozentpunkte, während…

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